Zurück

 

Der Aal nächtlicher Jäger Aale sind Nachträuber. 
Tagsüber verstecken sie sich im
tiefen Wasser 
und führen in Löchern, unter Wurzeln und
 

im Schlamm ein verborgenes Dasein.

Niemand wird Schwierigkeiten haben, den schlangengleichen europäischen Flussaal zu erkennen, der auch als Süßwasseranal be­kannt ist. Er hat einen langen, schleimigen und biegsamen Körper, ein großes Maul, einen her­vortretenden Unterkiefer und zahllose kleine Zähne. Seine After-, Schwanz und Rückenflosse bilden um den Schwanz herum einen Flossensaum. Lediglich die kleinen Brustflossen ähneln den Flossen von "normalen" Fischen Seine Farbe verändert sich mit dem Alter von gelblich zu silberfarben, dann zu braun oder schwarz. Die Bauchunterseite ist weiß. Die Größe ausgewachsener Aale ist sehrunterschiedlich. Weibliche Aale werden bis zu 1,50 m lang, männliche 40 bis 50 cm. Aale wachsen sehr langsam. 

Etwa im Alter von 12 Jahren sind sie bereit, ihre Wanderung zu den europäischen Küste angekommen sind, verändern sie ihre Laichplätzen im Meer aufzunehmen. Ihre Geschlechtsorgane entwickeln sich erst im Meer. Aale gibt es in allen stehenden und fließenden Gewässern, die  wenigstens zeitweilig eine Verbindung zum Atlantischen Ozean besitzen.
  

Der Körper wird von winzigen Schuppen bedeckt. die so tief in der Haut liegen, dass man sie nicht sehen kann.

Beim europäischen Flussaal beginnt die Rückenflosse erst auf halber Länge des Körpers. Mit seinem schlanken Kopf und dem hervortretenden Unterkiefer kann der Aal den Grund von Kiesgruben Lind Seen nach Futter durchwühlen.

Auf der Suche nach Futter

Als nächtlicher Räuber und Allesfresser nutzt der Aal auf der Jagd nach Beute seinen guten Geruchssinn. Er ist ein wählerischer Fresserund ernährt sich hauptsächlich von Fisch, Krebsen und Schnecken. Aale sind gefürchtete

Laich- und Bruträuber und daher in Forellen unerwünscht. Es gibt zwei Formen der Aale: Der Breitkopfaal frisst besonders Fische und große Nährtiere. Der Spitzkopfaal frisst Kleintiere wie Würmer und Schnecken.

Lebenszyklus

Das faszinierendste an diesem Fisch ist seinungewöhnlicher Lebenszyklus. Zwischen dem 9. und dem 11. Lebensjahr beginnt die Vorbereitung auf die Wanderung zu den Laichgebieten: Der Kopf wird spitzer, die Augen werden größer, die Seitenlinien deutlich sichtbar. Gleichzeitig hört der Aal zu fressen auf. Der Fisch hat jedoch schon vorher eine Menge Fettgespeichert, von dem er auf seiner langen Wanderung ins Meer und zu den Laichplätzen zehrt.

Diese Reise kann drei Jahre dauern und ihn sogar über Landführen. Der Aal schließt dann seine kleinen Kiemen und versorgt sie mit Wasser, das sich in einer großen Kiemenhöhle befindet. Sie ist als Schwellung zu beiden Seiten seines Kopfes erkennbar. Sein Ziel ist die  3000 in tiefe Sargassosee in der Nähe der Bermudas, wo er in großer Tiefe laicht. Nach dem Laichen stirbt der Aal vermutlich.

Nach dem Schlüpfen werden die jungen Aallarven vom Golfstrom (der Nordatlantikströmung) bis an die Küsten Europas getragen. Während dieser Reise verändern sie ihr Äußeres von einer blattförmigen Larve bis zu einem winzigen Glasaal, so genannt, weil sein Körper transparent ist. Währender sich stromaufwärts in viele europäische Gewässer windet, wird seine Farbedunkler.

 

Aalpassagen

Obwohl Glasaale extrem beweglich sind, haben sie oft Schwierigkeiten, Hindernisse wie Sperren, Dämme und Wehre zu überwinden. Aalpassagen aus gebündelten Ästen, die über die Hindernisse gelegt werden, können den Glasaalen den Weg flussaufwärts erleichtern.

Zu Beginn des Aalangelns ist es leichter, große Aale in Flüssen statt in Seen zu angeln. In Seen sind Aale schwerer zu fangen.

 

Gewusst wie
                                         
Da Aale sehr schleimig sind, lassen sie sich schwer halten. Benutzen Sie zum
Halten am besten ein Tuch, oder klemmen Sie den Aal nur mit dem Mittelfinger ein. Aale beißen am besten in warmen, gewitterschwülen Sommernächten. Gute Angelstellen sind meist in der Nähe von Schlupfwinkeln, z.B. Uferlöchern. Wenn der Aal nicht gedrillt werden kann, weil er sich an einem Gegenstandfestgeklammert hat, hilft es manchmal, bei gespannter Schnur auf die Angelrute zu klopfen, um ihn loszubekommen .

Bei Aalen ist es ärgerlich,dass sie sich beim Versuch, sich freizuwinden, in der Angelschnur verheddern und alles mit Schleim bedecken. Wegen ihres weißen, grätenarmen Fleischesgehören sie jedoch, vor allem geräuchert, zu den beliebtesten Speisefischen

 

Lebensdaten

 

Wissenschaftlicher Name: Anguilla anguilla

Höchstgewicht 4- 6 kg

Maximale Länge: 1,5 m

Durchschnittsgewicht: 0,5 kg

Lebenserwartung: (durchschnittlich 14-16)

Achtung 

Vorsicht beim Ausnehmen und Zubereiten von Aalen: Aalblut ist giftig. Wenn es in offene Wunden kommt, kann es zu Brechdurchfall und Lähmungen führen. Achten Sie deshalb beim Töten des Aalesund bei seiner Zubereitung darauf, dass Sie sich nicht verletzen. Räuchern oder Braten macht das Blut ungiftig.

 

               Zurück