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Die auffällige Nase

 

Mit ihrer vorstehenden Schnauze und ihrem harten,

unterständigen Maul ist die Nase ein etwas ungewöhnlich

aussehender Fisch. Sie kommt in den Äschen- und

Barbenregionen der Flüsse Mittel- und Osteuropas vor.

 

 

Die Nase ist ein schlanker, silberfarbener Fisch mit rötlichen Flossen - ähnlich dem Hasel. Sie lässt sich gut anhand ihrer Schnauze und ihres Mauls bestimmen: Die abgerundete Schnauze ragt vor, das kleine, fast rechteckige Maul ist unterständig. Die Lippen bestehen aus Knorpel, ähnlich wie bei der Meeräsche. Die Rückenflosse hat zwölf Strahlen, die Afterflosse zehn bis zwölf, und entlang der Seitenlinie befinden sich zwischen 57 und 62 Schuppen. Mehrere Varianten dieser Fischart kommen vor, auch Hybriden aus diesen Varianten sowie Hybriden aus Nasen und Döbeln.

 

Ein Euro- Fisch

 

Die Nase je nach Verbreitungsgebiet auch als Mundfisch, Speier, Elze oder Falsche Makrele bezeichnet) kommt in ganz Mittel- und Osteuropa vor: in Frankreich, Deutschland (Ausnahme: Norddeutschland), Norditalien, in den Balkanländern, im nördlichen Griechenland, in

der Türkei und in Russland bis hin zum Kaspischen Meer. Sie lebt in den Äschen- und Barbenregionen von mittelschnell bis schnell fließenden Flüssen. Man trifft die Nase häufig über steinigem oder kiesigem Grund an; eine besondere Vorliebe hat sie für das sauerstoffreiche Wasser unterhalb von Wehren und Mühlen. Auch an Brückenpfeilern, großen Felsbrocken und am Einlauf von Nebenflüssen hält sie sich gern auf

Wenn die Wassertemperatur zwischen Februar und April 1 l' C erreicht, vereinen sich die Nasen zu großen Schwärmen und ziehen flussaufwärts. Dort laichen sie in flachen, kiesigen Flussabschnitten oder auch in schmalen Nebenflüssen mit felsigem Grund.

 

Mit vier Jahren geschlechtsreif

 

Die Eier sind klebrig und haften an den Steinen der Laichgruben. Nach dem Schlüpfen halten sich die Brutfische mindestens ein Jahr lang im Flachwasser auf. Nasen erreichen nach ungefähr vier Jahren mit einer Länge von 30 cm und einem Gewicht von einem Pfund die Geschlechtsreife. Es kommen auch Exemplare vor, die nicht weniger als 2,7 Kg wiegen.

Die Nase ernährt sich hauptsächlich von Algen und mikroskopisch kleinen Pflanzen und Insekten., die sie an steinigen Flussgrund sucht. Mit ihrer knorpeligen, zugespitzten Unterlippe ist die Nase für das Abschaben solcher Nahrung bestens ausgestattet.

 

Welcher Köder?

 

Die Vorliebe der Nase für winzig kleine Nahrungsteilchen macht es dem Angler natürlich schwer, ihr den richtigen Köder anzubieten. Häufig muß er mit ansehen wie Dutzende dieser wunderschönen Fische bei der Nahrungssuche am Flussufer auftauchen ohne sich für den Köder zu interessieren. Zum Glück für den Angler haben größere Nasen jedoch einen etwas kräftigeren Appetit. Sie fressen kleine Würmer und verschiedene Insektenlarven. Französische Angler versuchen es deshalb mit Maden, Mais, Hanf und ihrer geliebten Baguette (aufgeweicht natürlich) und sind damit einigermaßen erfolgreich (siehe Angeln international, Seite 85- 86, Begegnung mit dem " hotu "). Auch Schnecken und Kirschen können eine Nase verführen.

Große Nasen kämpfen im Schnellfliessenden Wasser ihres Lebensraums gut und unternehmen mehrere kraftvolle Fluchten, bevor sie sich keschern lassen.

 

Lebensdaten

 

Wissenschaftlicher Name: Chondrostoma nasus

Höchstgewicht: 2,7 Kg

Durchschnittsgewicht: 450 g

Maximale Länge: 50 cm

Lebenserwartung: 10 Jahre

 

                                                                                            

 

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