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                                            Der Ukelei

Schönheit im Kleinformat

Der Ukelei ist ein hübscher, schlanker Fisch, dessen

Schuppenkleid im Sonnenlicht glänzt und funkelt. Der

kleine Fisch verbringt sein Leben in Gewässern mit

ruhiger Strömung und ist auch in Stauseen zu finden.

  

 

Der Ukelei ist ein Süßwasserfisch, der für den Angler keine große Bedeutung besitzt, denn er ist sehr klein. Seine durchschnittliche Länge beträgt nur 10 cm. Trotzdem stellt er ein wichtiges Glied in der Nahrungskette anderer Arten dar. Der Ukelei ist bei uns unter vielen Namen bekannt wie Schneider, Laube, Blecke, Weißfisch, Witing, Maiblecke, Alwe, Silber­ fisch, Schuppenfisch um nur einige zu nennen

Der Ukelei ist an seinem schlanken, lang gestreckten, silbernen Körper, dem metallisch glänzenden, blaugrünen Rücken und den großen Augen gut zu erkennen. In die zarten Schuppen sind Guanin- Kristalle eingebettet. Guanin ist eine perlmuttähnliche chemische Verbindung, die in tierischen Geweben vorkommt.

Im 19. Jahrhundert wurden aus Ukeleischuppen künstliche Perlen hergestellt. Die Silberschuppen tarnen den Ukelei hervorragend: Ihr Glanz täuscht Lichtreflexe an der Wasseroberfläche vor. Der Ukelei hat ein relativ großes, oberständiges Maul. Der vorstehende Unterkiefer weist darauf hin, dass er seine Nahrung von der Oberfläche saugt. An der Maulstellung kann man ihn gut von Rotaugen und Haseln unterscheiden, außerdem besitzt der Ukelei eine längere Afterflosse mit 16- 23 Strahlen, Hasel hingegen haben nur 10- 11 und Rotaugen 12-14 Strahlen. Der Ukelei ernährt sich von kleinen ins Wasser gefallenen Insekten und sucht in allen Tiefenbereichen eines Gewässers nach winzigen Krebstierchen.

Riesige Schwärme

 

Der Ukelei lebt häufig zusammen mit Rotaugen und Haseln in Flüssen mit ruhiger, aber beständiger Strömung. Er ist in Stauseen recht

zahlreich vertreten und auch in Hafenbecken zu finden. Bei

Hochwasser zieht sich der Ukelei in ruhigere Wasserbereiche zurück.

Zum Schutz gegen natürliche Feinde schließen sich Ukeleie in großen Schwärmen zusammen, die mehrere tausend Fische zählen können. Trotzdem fallen viele Ukeleie Raubfischen (z. B. Hechten), aber auch Reihern und Eisvögeln zum Opfer. Wie die meisten seiner nahen Verwandten in der Familie der Karpfenartigen laicht der Ukelei zwischen April und Juni. Dabei werden vom Weibchen bis zu 8000 gelbe Eier auf Pflanzen oder Steinen im Stillwasser oder in der Strömung abgelegt.

 

Nach nur einer Woche schlüpfen die Jungen, sie ernähren sich zu Anfang von mikroskopisch kleinen Organismen. Sie wachsen relativ

langsam und erreichen häufig erst mit vier Jahren Maximalgrößen.

Der sehr fruchtbare Fisch kann manchmal zu einer regelrechten Plage werden und die dominierende Fischart in einem Gewässer bilden. Gelegentlich kommt es vor, dass die Ukeleischwärme in einem Gewässer plötzlich spurlos verschwinden, um dann nach einigen Jahren aber genauso schnell wieder dasselbe Gewässer zurückzuerobern.

 

Lebensdaten

Wissenschaftlicher Name: Albumus albumus

Höchstgewicht: 142 g

Durchschnittsgewicht: 15 g

Maximale Länge: 25 cm

Lebenserwartung: 6- 8 Jahre

 

 

 

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